Kunst ist eine universelle Sprache, die jedem Menschen zur Verfügung steht. Unsere Utopie und Vision ist eine Zukunftsgesellschaft, die Kreativen mit Behinderung Chancen bietet, ihre künstlerischen Fähigkeiten auszubilden, zu entwickeln und beruflich zu nutzen.

 

ÜBER EUCREA UND WAS WIR TUN

EUCREA wurde 1989 gegründet und ist seit fast dreißig Jahren der Dachverband zur Vertretung der Interessen von Künstlern mit Beeinträchtigungen im deutschsprachigen Raum. Bei den fast 100 Mitgliedern in Deutschland, Österreich und der Schweiz handelt es sich um Künstler mit und ohne Behinderung, Interessenvertretungen, Kunstateliers, Stiftungen u.v.m.

 

EUCREA engagiert sich für mehr Diversität im Kunst- und Kulturbetrieb.

Die Menschen hinter EUCREA sind davon überzeugt, dass Kunst und Kultur an Vielfalt gewinnen, wenn das kreative Potenzial aller Mitglieder einer Gesellschaft berücksichtigt wird. Kunst sollte jedem Menschen zugänglich sein. Um dieses Ziel zu erreichen, entwickelt EUCREA modellhaft Projekte, die sichtbar machen sollen, wie Inklusion im Kunst- und Kulturbetrieb stattfinden kann. EUCREA sensibilisiert Kunstschaffende, Kulturinstitutionen, Politik und Verwaltung für die Potenziale von Künstlern mit Beeinträchtigung, regt Kooperationen an und arbeitet an der Weiterentwicklung von Ausbildungsmöglichkeiten und Beschäftigungsfeldern. Mit seinen regelmäßig stattfindenden Fachtagungen und Veröffentlichungen ist EUCREA die zentrale Diskussions- und Kommunikationsplattform zum Thema und prägt und moderiert die zeitgenössische Diskussion – sei es in künstlerischer, politischer oder methodischer Hinsicht. Auf künstlerischer Ebene arbeitet EUCREA engagiert an Veranstaltungsideen in allen künstlerischen Kategorien, die Vielfalt anregen, Sehgewohnheiten beeinflussen oder neue Dialoge auslösen.

 

UNSER LEITBILD

  • EUCREA betrachtet Vielfalt als Potential und Chance zur Gestaltung eines lebendigen und facettenreichen Kunst- und Kulturlebens. Von einer diversen Gesellschaft profitieren unserer Meinung nach alle, weil die Teilnahme von unterschiedlichen Menschen mehr Meinungen, mehr Ausdrucksformen und damit mehr Vielfalt bedeuten.
  • Wir setzen uns dafür ein, dass die Kunst von Menschen mit Beeinträchtigungen nicht in „Sonderkategorien“ unterteilt oder bewertet wird. Unserer Meinung nach geht es geht darum, auf künstlerischer Ebene eine kritische und gleichwertige Reflexion der Arbeit von Künstlern mit und ohne Beeinträchtigung anzustreben.
  • Ob vor oder hinter den Kulissen: Künstler mit Beeinträchtigung sollten in allen Bereichen des kulturellen Lebens sichtbar werden – sei es in der Kulturvermittlung, dem künstlerischen Betrieb oder der akademischen und nichtakademischen Ausbildung. Wir möchten daran mitwirken, das ein Teil unserer Gesellschaft nicht dem „Exotischen“ zugeordnet, sondern vom Besonderen zum Selbstverständlichen wird. 
  • EUCREA strebt an, dass Künstler mit Beeinträchtigungen möglichst vielfältige Angebote vorfinden, in denen sie ihre Fähigkeiten ausbilden, qualifizieren und ausüben können. Auch in Bezug auf Ausbildung bedarf es unserer Meinung nach keiner „Sonderkategorien“: Die künstlerische Ausbildung von Menschen mit verschiedenen Fähigkeiten sollte vielmehr als eine Bereicherung für die Vermittlungsarbeit gesehen werden und zu mehr Methodenvielfalt anregen.