EUCREA veranstaltet vom 11. – 13.12.2015 in Hamburg das Festival „IN/ZWISCHEN – kreative Ko-Existenzen“ auf Kampnagel. Eine Theaterplattform vom 11. – 12.12.2015, die das Festival an zwei Tagen begleitet, lädt Fachleute und Interessierte zu Fragen inklusiver künstlerischer Kooperationen ein. Die in den letzten Jahren entstandene Zusammenarbeit zwischen behinderten und nicht behinderten Theater-Ensembles nimmt EUCREA zum Anlass, Strukturen und Formen zu untersuchen. Welche Arbeitsweisen und Theaterformen gibt es, wie sind die Machtverhältnisse verteilt, wie wird diese Form von Theater vom Publikum und der Presse gesehen, und welche künstlerische Maßstäbe setzen Festivalleiter und Intendanten? Dazu gibt es Projektvorstellungen und Werkstattaufführungen. Das Festival IN/ZWISCHEN zeigt neueste Produktionen aus Belgien, der Schweiz und Deutschland, in denen Ensembles miteinander kooperieren und dabei mit den verschiedensten Theaterformenexperimentieren.

Informationen in leichter Sprache finden sie hier und in Englisch hier.

Gefördert durch:

Hamburg

Aktion Mensch

Tournee kraut_produktionen und Theater Hora

prohelvetia

In Kooperation mit Kampnagel

Kampnagel

4:3

Theater Stap und Tibaldus en andere hoeren (B)

11. und 12.12.2015, 20.00 Uhr/Kampnagel

4:3 StapDiese Götter sind so irdisch wie auf dem griechischen Olymp: Muttergott trägt Gesundheitsschuhe, der Gott der Schönheit wedelt müde mit den Federn, der Gott des Todes liebt den Menschen. Mit Witz und voller Wärme schaffen das junge Genter Theaterkollektiv Tibaldus en andere hoeren zusammen mit Theater Stap, bekannt durch die Zusammenarbeit mit dem belgischen Star-Choreografen Sidi Larbi Cherkaoui, in „4:3“ eine Ode an das Unvorhergesehene und an den Menschen in seiner Fehlerhaftigkeit. Dabei entstehen geheimnisvoll ausgeleuchtete Bilder, die an die großen Maler des Barock erinnern. StapEin Abend, an dem die Zeit stillzustehen scheint – und der Riss in den Kulissen der Welt auf beeindruckende Weise sichtbar wird.

Von und mit Guy Dirken, An Dockx, Seppe Fourneau (+2014), Jan Goris, Timeau De Keyser, Jason Van Laere, Luc Loots, Hans Mortelmans, Rik Van Raak, Nancy Schellekens, Marc Wagemans, Simon De Winne Musik,Sound Ifa Y Xango Bühne Tibaldus en andere hoeren, Johan Daenen, Simon Van Den Abeele Fotografie, Bild Pieter Dumoulin Technik Erick Clauwens Komposition Niels van Heertum, Ruben Desiere, Seppe Gebruers Fotos Michael Bause

Ich bin ein Volumenjoker - Ein euphorischer Chor

SEE!

11.12. 2015, 20.00 Uhr/Kampnagel

Raus aus den Kategorien! - Weg mit engen Zuschreibungen und vorschnellen Urteilen! - Wir machen uns frei - Euch gleich mit - Häuft einen Schatz. - Bildet Leerstellen. -
Rettet die Welt, baut eine Höhle, einen Hohlraum und die sprudelnde Menge von Kenntnis, von Haben, von Strategie, von Performance kann ihren Platz finden. - Die Volumen singen. Sie könnten es auch nicht tun. - zückt die Joker des - Unvollständigen - Ladet euch auf, mit euren Utopien! - Findet Platz für euch alle!

In-Zwischen-Ich-bin-ein-Volumenjoker-SEE!Ich bin ein Volumenjoker ist ein drängender Appell gegen den zunehmenden Konformismus dieser Gesellschaft. Inspiriert vom Text Lob der Leerstelle von PeterLicht inszeniert das Performancekollektiv SEE! gemeinsam mit einem sechsköpfigen Ensemble aus Musikern, Sängern, Tänzern und Schauspielern einen interdisziplinären Abend über das Unvollständige. Er preist die Leerstelle als Freiheit stiftendes Prinzip!

SEE! feiert das Theater als Ort der Vernetzung, als Ort der Ansteckung, als Ort der Präsenz und weckt darin unaufhörlich den Aufruf zum freien Sehen, freien Denken und freien Handeln. Ungesichert, utopisch, unmittelbar!

Eine Koproduktion mit Ringlokschuppen Ruhr, Theater Oberhausen und barner 16, Hamburg. Gefördert von Aktion Mensch, dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, der Kunststiftung NRW und dem Kulturamt der Stadt Köln.

Mit Kristina Brons, Thorsten Graf, Sebastian Stuber, Frank Willens Konzept, Regie, Choreographie SEE! Alexandra Knieps, S.E. Struck Text PeterLicht Komposition/Musik Ben Lauber Raum/Kostüm David Rauer, Joshua Sassmannshausen, Lisa Schröter Maskendesign Stefen Wintercroft Licht Ben Martin Ruddat Dramaturgie Felizitas Kleine Voice Working Kirsten Schötteldreier Regieassistenz Zsolt Kàldy Regiehospitanz Rahel Steffen Trailer/Probemitschnitt Iskender Kökçe, Lutz Auhage, Ender Can, Monika Bödewadt Produktionsleitung Anne Kleiner Produktionsleitung barner16 Lis Marie Diehl Produktionsassistenz barner16 Hanna Burger Grafik-Design Sarah Keckeisen Aufführungsrecht SchaefersPhilippen, Köln.

Human Resources

Human Resources – Ein Gemeinschaftsdelirium von kraut_produktionen und Theater Hora

12.12.2015, 18 Uhr und 13.12.2015, 19.00 Uhr/Kampnagel

Es gibt keine erfolgreichere, aber auch keine trostlosere Existenzform, als die des in die Gesellschaft hineinassimilierten Individuums. Also jemand, der die modernen Kosten-Nutzen-Parameter derart verinnerlicht hat, dass er sie schon transpiriert. Kurz: der ganz normale heutige Zivilisations-Nerd und seine sexy Allgemeinverträglichkeit.«Bin ich ein fortpflanzungswürdiges Glied dieser Gesellschaft?» – «Kommt drauf an, wie viele deiner Freundschaftsanfragen bestätigt wurden.» Die Herrschaft der Clicks und Likes in allen Lebenslagen, als quasinatürliche Selektion des Neuzeit-Rushs.In «Human Resources» geht nun die Ausschussware dieses optimierten Humankapitals in die Offensive. Die Randständigen und Behinderten von kraut_produktion und Theater HORA haben sich zu einer Art Saubannerzug zusammengetan, um das nicht ökonomische Outsidertum zu zelebrieren. Um eine sinnliche Antithese zur Gegenwart aufzustellen und dem Sein einen zwar vielleicht schlecht vermarktbaren, dafür aber umso unverzichtbareren künstlerischen Mehrwert abzutrotzen.

Human ResourcesMit: Gianni Blumer, Nikolai Gralak, Matthias Grandjean, Thomas U. Hostettler, Nils Torpus, Sandra Utzinger, Fabienne Villiger, Regie: Michel Schröder,Bühne: Silvia Buonvicini, Severin Hofmann, Kostüme: Nic Tillein, Video: Roland Schmidt,

Licht: Marek Lamprecht, Produktionsleitung: Lukas Piccolin, Assistenz: Katharina Balzer, Tourneetechnik: Holger Bruder, Produktion: kraut_produktion, Theater HORA, Koproduktion: Fabriktheater Rote Fabrik, AUAWIRLEBEN Bern, Fotos: Sava Hlavacek

Gefördert durch: Stadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, MBF Foundation, G+B Schwyzer Stiftung und Pro Helvetia

Party mit Tanzorchester Paschulke (D)

12.12.2015, 22.00 Uhr/Kampnagel

Getreu dem ruhrgebietstypischen Motto: "Was nicht passt, wird passend gemacht", bedient sich das Dortmunder Tanzorchester Paschulke aus ganz unterschiedlichen Stilrichtungen und Kulturen - eine besonders wichtige Inspirationsquelle ist dabei die energiereiche Musik des Balkans. Was dabei herauskommt, ist ein ganz eigener und äußerst tanzbarer Stilmix, den die Band Ruhrpott-Balkan getauft hat.