Outsider In

In Kooperation mit der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen in Berlin veranstaltete EUCREA sein zweites Forum im Kleisthaus. Die Teilnehmer wurden eingeladen, sich mit dem Thema des Stellenwertes der künstlerischen Produktionen behinderter Menschen in der etablierten Kultur auseinanderzusetzen. Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich dieser enorm verändert. Gerade in der bildenden Kunst sind die Werke von so genannten Ousidern (und diese Begrifflichkeit ist nur eine von vielen) in den Mittelpunkt des Interesses der Öffentlichkeit und auch des Kunstmarktes gerückt. Galerien, Museen und Kunstsammler sind zunehmend interessiert, verstärkt finden Ausstellungen in etablierten Kulturein-richtungen statt und namhafte Künstler interessieren sich für die Werke geistig beeinträchtigter Menschen.

Die Tagung ging den Fragen nach: Wie funktionieren solche Kooperationen, was sind die Voraussetzungen, wie stellt sich der Markt dar? Ist das Label „Kunst von Menschen mit Behinderung“ sinnvoll oder nicht? Ein weiteres Thema dieses Forums war die Darstellende Kunst. U.a. wurde den Fragen nachgegangen: Werden inzwischen mehr behinderte Schauspieler und Gruppen zu etablierten Festivals eingeladen oder in Fernseh- und Theaterproduktionen eingebunden? Welche Voraussetzungen sind dafür notwendig? Exemplarisch wurden drei Projekte vorgestellt.

In fünf durch die Referenten der Fachtagung moderierten Arbeitsgruppen wurden verschiedene Fragen gemeinsam bearbeitet: Wie verliefen Kooperationsprojekte mit etablierten Kulturhäusern? Wie war die Publikumsresonanz? Wurde die Arbeit der Künstler mit Behinderung aufgewertet?

Mit u.a.: Elisabeth Telsnig, Roger Cardinal, Gisela Höhne, Dominik Bender

Mit Unterstützung der

Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen