Real Reality

Die im Rahmen des Festivals SIMPLE LIFE stattfindende Fachtagung stellte alte und neue Formen des Dokumentarischen Theaters mit unterschiedlichen Protagonisten – Schulkindern, arbeitslosen Jugendlichen, behinderten Menschen und ganzen Städten oder Stadtteilen – vor.

Der Umgang mit „authentischen Orten“, wie Schulen, Privat- und Stadträumen, war darüber hinaus ein weiterer Schwerpunkt dieser Tagung, die sich sowohl an Theaterschaffende, als auch an Theaterinteressierte wandte. So hat sich z.B. in den letzten Jahren der Stadtraum als interessiertes Untersuchungsfeld für Künstlerinnen und Künstler aus unterschiedlichen Richtungen entwickelt, in dem unerzählte Geschichten und verdrängte Themen bearbeitet, auf unbekannte Orte hingewiesen wird bzw. bekannte Orte anders gesehen werden können. Die Gruppe Rimini Protokoll, das Projekt „X-Wohnungen“ oder „X-Schulen“ u.v.m. haben die Bühne verlassen, um in den alltäglichen Räumen der Menschen zu agieren oder sie zu „Experten des Alltags“ werden zu lassen.

Die Fachtagung ging darüber hinaus der Frage nach, inwieweit diese Experimente und Methoden ihr Ziel erreichen und wie sich das Theater und das Rezeptionsverhalten der Zuschauer dadurch verändert haben. Sie stellte die Arbeit mit unterschiedlichen Protagonisten und Zielgruppen vor und diskutierte mit den Teilnehmern die Wirkung anderer Räume auf den Zuschauer.

Mit u.a.: Rimini Protokoll, Amelie Deuflhard, matthaei & konsorten, Ceclie Ullerup Schmidt/ Performancekünstlerin, Yvonne Schmidt/ Theaterwissenschaftlerin und Dominik Bender/Theater Thikwa, Evgeni Mestetschkin/Freier Regisseur

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