Jess Curtis/Gravity: (in)Visible

Kategorie
Performance
Datum
2019-07-21 20:30
Veranstaltungsort
Tanzfabrik Berlin Wedding
Telefon
030/200 592 70
E-Mail
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Informationen zur Barrierefreiheit

19:30 Tastführung mit Gravity Access Service. Bitte anmelden Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  oder 030/200 592 70

Audiodeskription von Gravity Access Service zu jeder Vorstellung

Deutsche Gebärdensprache bei einer Vorstellung (Datum wird noch bekannt gegeben).

Rollstuhlgerechtes Gelände mit Behinderten-Parkplätzen

Eintritt: 15,- / 10 ermäßigt / Begleitperson für Besucher mit Schwerbehindertenausweis frei

Beschreibung

Wie erleben Sie eine Performance? Durch das Sehen? Und wenn das nicht möglich ist? Sieben Akteure erobern sich die Wahrnehmung ihres Publikums mit fast allen Sinnen.

»(in)Visible« verortet das Sehen außerhalb des zentralen Erlebens. Die Arbeit wurde in Zusammenarbeit mit Blinden und Seh-Behinderten entwickelt, und legt ihren besonderen Fokus auf den Zugang zur (Tanz-) Kultur für ein visuell eingeschränktes Publikum. »(in)Visible« wird von sieben blinden, seh-behinderten und sehenden, körper-basierten Tänzer*innen performt, die sich durch tanzen, singen, wispern und fühlen einen Weg in die Wahrnehmung des Publikums bahnen. So werden experimenteller Tanz und Performance mit sensorischer Zugangspraxis in ein vielschichtiges und berührendes Zusammenspiel gebracht.

Beschreibung in einfacherer Sprache

Sieben Akteure bewegen sich geräuschvoll durch einen Raum. Sie wispern, sprechen, singen und berühren. So erobern sie die Wahrnehmung der Anwesenden. Sehen und Gesehen-Werden spielt dabei keine Rolle. Sowohl die Künstler als auch ihre Besucher sehen, sehen wenig oder nichts. Eine besondere Bestuhlung hebt die Trennung zwischen Bühne und Publikum auf. Wer das Sichtbare erfahren möchte, kann sich einen Kopfhörer aufsetzen und der Hör-Beschreibung lauschen.

Dieses Experiment stellt Fragen über den Zugang zur Bühnenkultur. Wie nimmt Publikum eine Performance wahr? Wie funktioniert das Zusammenspiel innerhalb einer Tanz-Performance-Gruppe? Welche Sinne ermöglichen und erweitern die gegenseitige Wahrnehmung?

Die Tanz-Performance hat den englischen Titel »(in)Visible«. Das heißt auf deutsch »(un)Sichtbar«. Die englische Vorsilbe für „un-“ ist in Klammern geschrieben. Das ist ein Wortspiel. Es bedeutet, dass das Tanzstück nicht für jeden und immer sichtbar ist. Gerald Pirner meint, die Silbe „in“ könne auch auf die inneren Bilder anspielen, die unabhängig vom Sehvermögen entstehen.

Erleichterung des Zugangs zur Aufführung durch den Gravity Access Service: Vor der Aufführung gibt es eine Tast-Führung für Blinde. Während der Vorstellung gibt es eine Audio-Deskription, zu deutsch „Hör-Beschreibung“, für Blinde. An einem Abend wird das Gesprochene und Gesungene in deutsche Gebärdensprache übersetzt.

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Foto: Robbie Sweeny

Veranstaltungseintrag: Antje Grabenhorst, Pressearbeit

 
 

Alle Daten

  • 2019-07-21 20:30
  • 2019-07-20 20:30
  • 2019-07-19 20:30
  • 2019-07-18 20:30