EUCREA NEWS 5_2019

 
     
 
EUCREA
 
 

 

Vor genau einem Jahr veröffentlichte EUCREA ein Positionspapier, das sich spe-ziell mit der Situation von Künstler*innen mit Beeinträchtigung befasste und eine Diskussion zum Thema auf Bundesebene anregen sollte. EUCREA hat das Papier an andere Akteure, Politiker, Ministerien, Künstler und Beauftragte versendet und bekam erfreulich viel Zuspruch. Als erstes Etappenziel haben wir erreicht, dass sich innerhalb der Kultusministerkonferenz aufgrund des Papiers eine ad hoc-AG „Barrierefreiheit und Inklusion in der Kultur“ organisiert hat, um bundesweit zielgerichteter im Sinne von Inklusion aktiv zu werden. In Hamburg hat diese Gruppe nun erstmals getagt und verschiedene Expertenmeinungen zum Thema eingeholt.

EUCREA WEBSITE

 

 
 
KÜNSTLERPORTRAIT
 
Portraitfoto von Sebastian Urbanski
 

SEBASTIAN URBANSKI

 
 

Seit er denken kann, spielt Sebastian Urbanski Theater. Was in dem selbstgebastelten Puppentheater seines Vaters begann, entwickelte sich später zu einer professionellen Karriere im Theater RambaZamba. Dort steht er als festes Ensemblemitglied mittlerweile kurz vor seinem 20-jährigen Bühnenjubiläum und spielt nebenbei noch in Film und Fernsehen. Die Rolle seines Lebens ist immer noch Hamlet. Und so heißt auch seine Autobiographie (2015): „Am liebsten bin ich Hamlet“. Ihn reizen die Brüche der Figur, die Verrücktheit und auf der Bühne „alles zu geben“.

 

Seine künstlerische Vorliebe für starke Figuren beeinflußt auch seine Arbeit als Synchronsprecher. Seine Stimme verlieh er u.a. Pablo Pineda in dem Film „Me too – Wer will schon normal sein“ (2009). Und nicht nur als Künstler, auch politisch wird seine Stimme gehört. Als erster Mensch mit Down-Syndrom im Vorstand der Lebenshilfe, setzt er sich für ein selbstbestimmtes Leben ein.

FILMBEITRAG MDR

Foto: ARD Mediathek 

 

 
     
 
NEWS
 
Die Darstellerin Jana Zöll, sitzend auf der Bühne, mit einem Schirm aus Verpackungsmaterial
 
 

 

PERFORMANCE_KÖLN

PRESENT: ENTPACKTE GEGENWART

Die großen philosophischen Fragen werden hier verhandelt: Wer bin ich? Meine Vergangenheit. Und wer bin ich jetzt? Die Gegenwart, die ich entpacke. Das Projekt von Un-Label aus Köln ist das erste aus der Forschungsreihe „Aesthetics of Access“ und stellt die Frage: Wie können Hilfsmittel so genutzt werden, dass sie Teil der Inszenierung sind und somit selbst zur Kunst werden? Das Stück PRESENT setzt in diesem Fall den Fokus auf Gebärdensprache.

 

10./11.06.2019

 
     
Eine Kindergruppe sitzt auf einer Treppe vom Kunstmuseum Bonn. Zwei Kunstvermittlerinnen erzählen ihnen was.
 
 

PUBLIKATION_KÖLLN

TANDEM IN DER KUNSTVERMITTLUNG

 

 

Das Projekt TANDEM wurde konzipiert und durchgeführt vom Kunsthaus 

KAT18 und dem Kunstmuseum Bonn. 

Dabei arbeiten jeweils eine Kunstvermittlerin mit und eine ohne Beeinträchtigung im Rahmen eines Kunstworkshops für Kinder zusammen. Die jetzt erschienene Publikation stellt das inklusive Bildungsprojekt umfassend und anschaulich vor. Die Einführung ist verfasst in Leichter Sprache.

 

 
 
     
Der Blog von Christian Bär, Titel: #Als und andere Ansichtssachen, im Hintergrund verschwommen ist C.Bär mit einem Atemgerät
 
 

INKLUSIONSBLOG BEIM GRIMME ONLINE AWARD

 

Gleich zwei Inklusions-Blogs sind für den Grimme Online Award nominiert:

In „Lydias Welt“ beschreibt Lydia Zoubek ganz plastisch ihren Alltag als blinde Frau und Mutter und macht für Sehende zugänglich, wie sie ihre Umwelt wahrnimmt und wie man sie unterstützen kann. In "#ALS und andere Ansichtssachen" schreibt Christian Bär auf einem Computer mit Augensteuerung. Mit viel Humor gibt er Einblicke in das Leben mit Muskelerkrankung, das Familienleben und den Stand der Forschung.

 

Für den Publikumspreis kann mit abgestimmt werden!

 
 
 
     
 
AUSSTELLUNGEN
 
Die Malerei von Savaz Özbe zeigt einen bunten Käfer auf einer Betonwand
 
 

AUSSTELLUNG_BREMEN

NICHT NUR UNGEZIEFER

 

 

Begleitend zum Festival Mittenmang lenkt die Ausstellung „FacettenReich“ vom Blaumeier Atelier den Blick auf die Welt der Insekten. Filigrane Radierungen, 

kraftvolle und farbintensive Malerei sowie Zeichnungen, Trickfilme und überdimensionale Behausungen bringen den Betrachtenden die Schönheit der Kleinstlebewesen nah und lassen sie ganz groß werden.

 

Bild: Savaz Özbe

 
30.05.-02.06.2019
 
 
 
     
Objekt von Melanie Woste: Fernseher mit Klapptüren, aus Karton
 
 

AUSSTELLUNG_BERLIN

DIE NOSTALGISCHE WELT DER MELANIE WOSTE

 

 

In ihrer ersten Einzelausstellung in Berlin widmet sich Melanie Woste den technischen Gebrauchsgegenständen und 

Interieurs der 70er Jahre. Fernseher, 

Radio und Plattenspieler werden detailliert im getreuen Maßstab in Karton-Objekte übersetzt. Ergänzt wird die Ausstellung durch akribische Collagen aus Zeitungspapier, Zeichnungen und Malereien.

 

24.05.-29.06.2019

 

 
 
     
 
DIVERSES
 
Szene aus aus dem Stück: Der kleine schwarze Fisch, Schauspieler im Fischkostüm guckt trotzig zu einem Mann mit drohender Geste
 
 

AUSBILDUNG_WUPPERTAL

INKLUSIVES SCHAUSPIELSTUDIO ERÖFFNET

 

 

Das Schauspiel Wuppertal eröffnet im zweiten Halbjahr 2019 ein inklusives Schauspielstudio. Nach erfolgreicher Aufnahmeprüfung werden voraussichtlich drei Teilnehmende über drei Jahre im Bereich Schauspiel qualifiziert, arbeiten mit den Schauspielern in den vorhandenen Ensembles sowie Studierenden im Bereich Schauspiel zusammen. Neben Unterricht in allen schauspielrelevanten Bereichen (Sprecherziehung, Körpertraining, Gesang, Szenenstudien, usw.) stehen die Teilnehmer regelmäßig auf der Bühne.

 

Bewerbung bis 30.06.2019

 

 
 
     
Alt-Tag: Bild von Anuja Hoogstad: „Schmusende Bäume“, Zeichnung von zwei sich umschlingender Baumranken in Form von Menschen, die sich küssen
 
 

TAGUNG_HEIDELBERG

EINE KUNST WIE JEDE ANDERE? OUTSIDER ART IM KUNST-

BETRIEB HEUTE

 

 

Im Rahmen des Projekts „Gewächse der Seele“ kommen Experten aus den Bereichen Kunst und Theater zusammen, um den Begriff der Outsider Art im aktuellen Kunstkontext zu diskutieren. Besteht die zukünftige Aufgabe darin, diesen Begriff überflüssig werden zu lassen? Ist dieser Zeitpunkt im Sinne einer Inklusion schon erreicht?

 
05.-06.07.2019
 
 
 
     
 
 

PREIS_TÜBINGEN

EIN HOCH AUF DIE KLEINKUNST

Die Bewerbungen für den Kleinkunstpreis „Tübinger Fröschle“ sind offen! Ob Jonglage, Clownerie oder Seiltanz – jeder 

varietéreife Act kann sich hier bewerben und eine der dotierten Plätze abstauben. Die Preisverleihung im September ist 

barrierefrei und wird in Gebärdensprache übersetzt.

 
Bewerbung bis 15.06.2019
 
 
 
     
Fotografie, Computer, Notizbuch, Stift, eine Tasse Kaffee und ein Smartphone auf einem Tisch
 
 

STIPENDIUM

RECHERCHESTIPENDIUM 

FÜR JOURNALISTEN

 

In der Medienlandschaft fehlen wichtige Stimmen. Das Stipendium mit dem Schwerpunkt „Lösungsorientierter 

Journalismus“ ist explizit für Journalisten mit Behinderung ausgeschrieben. Sie sollen befähigt werden, ein aus ihrer Sicht wichtiges Thema von gesellschaftlicher Relevanz zu beleuchten und Lösungsansätze zu recherchieren.

 
Bewerbungsfrist bis 07.06.2019
 
 
 
     
 
HAMBURG
 
     
 
 

 

 

 

NACHRUF: UWE BENDER

 

 

 

 

 

 

Uwe Bender war ein Künstlerstar der Postmoderne, ein unermüdlicher Arbeiter, eine schillernde Persönlichkeit, Maler, Zeichner und Rockmusiker. Als künstlerischer Autodidakt war sein Ziel immer, berühmt zu werden, anerkannt, als Künstler und Persönlichkeit. Uwe Bender ging mit der Zeit, aufmerksam verfolgte er Trends, in der Mode, aber auch in der Pop- und Jugendkultur. Anfang der 80er Jahre gehörte er zu den ersten Künstlern, die sich dem Atelier der Schlumper in Hamburg anschlossen. Für den Ateliergründer Rolf Laute war Uwe Bender eine Schlüsselfigur, sein Selbstverständnis als Künstler, seine regelrecht obsessive Produktion von Zeichnungen und die Verweigerung jeglicher fremdbestimmter Arbeitsangebote, waren mit ausschlaggebend für die Gründung eines Ateliers. Uwe Bender ist am 27. Mai 2019 nach kurzer Krankheit verstorben.

 
 
 
     
 
 

 

 

 

WORKSHOP MIT HANDS-UP

 

 

 

 

 

 

Wer schon immer einmal wissen wollte, wie man mit den Händen singt, für den ist ein Workshop mit „Hands Up“ genau das Richtige. Der erfolgreiche, überregional auftretende Gebärdensprachechor lädt alle Neugierigen ein, sich einmal in der Gebärdensprachepoesie auszuprobieren.

 

13.06.2019
 
 
 
     
Fotografie von dem Schauspieler Philipp Weggler als Simple. Er steht in der Morgensonne auf einem Bahngleis und hat einen Stoffhasen in der Hand
 
 
 

 

 

 

SIMPEL AUF DER BÜHNE

 
 
 
 
 

 

Simpel ist 22 aber auf dem Stand eines Dreijährigen. Aus der Sicht seines Brudes Colbert, der Simpel nach dem Tod der Mutter zu sich in die WG aufnimmt und mit ihm einige Abenteuer erlebt, wird die Geschichte über Anderssein und Behinderung als Bühnenfassung im Thalia Theater erzählt.

 

05./06.06.2019
 
 
 
     
Objekt „Dies ist keine Zelle“ von Oliver Ross. Neonfarbene leuchtende Kreise auf Acrylglasplatte
 
 
 

 

 

 

BELLEALLIANCE #2

 
 
 
 
 

 

GESCHICHTENINNENWELTUMGEBUNGSHYPOTHESENBAUNETZWERKAPPARATUS – so lautet der Titel der zweiten Ausgabe der Ausstellungs-Reihe BELLEALLIANCE der Galerie der 

Villa. Zweites Duo sind der in Hamburg lebende Künstler Oliver Ross und der Hamburger Geschichtenarchitekt der Galerie der Villa Rüdiger Frauenhoffer. Während Oliver Ross gerne interne Vernetzungsgefüge, deren Kanäle und wechselseitige Wirkungsweisen mit dem Außen untersucht, widmet sich Rüdiger Frauenhoffer. dem prozessualen Austausch mit Kommentaren von außen zu seinen Geschichtsarchitekturen.

 

07.06.-08.08.2019
 
 
 
     
 
 
 

 

 

 

ROTER RAUSCH AUS CUBA

 
 
 
 
 

 

Turbulent, schräg, überraschend und 

entschieden musikalisch gibt sich das neue und mittlerweile fünfte Stück der Theatergruppe "Blinde Passagiere", die letztes Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum

 

feierte. Das inklusive Ensemble aus blinden und sehenden Darstellerinnen und

Darstellern entführt seine Gäste in ein neues Musik-Theaterabenteuer.

 

22.06. bis 07.07.2019
 
 
 
     
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