EUCREA NEWS 4_2020
 
     
 
EUCREA
 
Das Bild zeigt eine Gruppe vor einem Kunstwerk im Sprengel Museum, eine Person trägt einen Augenmaske sowie einen Blindenstock, die anderen Personen erklären das Kunstwerk verbal.
 

CONNECT SUMMIT NEUER TERMIN 25./26.09.2020

 
 
In Coronazeiten sind Veranstaltungsabsagen inzwischen an der Tagesordnung und leider muß nun auch EUCREA seinen im Rahmen des Programms CONNECT Kunst im Prozess geplanten Summit zum Thema Kooperationen zwischen Kulturinstitutionen und Künstlergruppen am 12./13. Juni 2020 verschieben. Aber wir haben einen Ersatztermin am 25./26. September 2020 am gleichen Ort, dem Sprengel Museum in Hannover, finden können. Das Programm ist fast fertig und wird in der nächsten Zeit veröffentlicht. Wir hoffen sehr, dass es dann bei diesem Termin bleiben kann.
 
 
Die begonnen Kooperationsprojekte zwischen Künstlergruppen und Kulturinstitutionen in Niedersachsen, Hamburg und Sachsen sind natürlich auch vorerst zum Stillstand
gekommen. Wir wurden in einer erfolgreichen Phase unserer Arbeit gebremst, in der viele Türen für Künstler/innen mit Behinderung aufgegangen sind. Alles, was so gut angelaufen war, ist nun erstmal auf Eis gelegt. 
 
Bei den wenigsten Kooperationsprojekten ist eine Weiterarbeit digital möglich. Immerhin:
 
Mit viel Begeisterung hatte das Atelier Freistil aus Hamburg bereits im Dezember 2019 angefangen in der Peter Rühmkorf Ausstellung „Laß leuchten“ im Altonaer Museum zu arbeiten. Ziel war zunächst, eigene künstlerische Positionen zu den Werken des Lyrikers und Poeten zu entwickeln. Von zuhause aus arbeiten die Künstlerinnen und Künstler weiter an ihren Texten und Bildern. Gestartet wurde mit künstlerische Kettenbriefen. Auf der Instagramseite des Projekts können die entstandenen Werke angeschaut werden.
 
 
 
     
 

KÜNSTLER*INNEN MIT BEHINDERUNG IN ZEITEN VON CORONA

 
 
Lilian Masur ist Autorin des Online-Journals „Die neue Norm“. In Ihrem Artikel „Kunst, die systemrelevante“ gibt Sie einen Überblick, wie unterschiedliche Künstler/innen mit Behinderung im In- und Ausland ihre Arbeit in Corona-Zeiten und im Home-Office weiterführen. Auch wenn Streams oder Podcast keine Live-Aufführung ersetzen, so hat die digitale Bühne auch Vorteile: Im Netz erfindet sich die Welt beständig neu, Hirachien und herkömmliche Gesellschaftsstrukturen sind weniger festgelegt und die Teilnahme im virtuellen Raum ist oft flexibler. Und: Selbstständig und häufig isoliert zu arbeiten ist für viele Künstler/innen mit Behinderung kein Corona-Sonderfall sondern gelebte Realität. Was nach der Krise kommt, können wir in dieser Zeit, in der wir das Problem nicht lösen können, nicht sagen – aber hoffen. Im besten Fall fördert die neue Isolation-Erfahrung Aller mehr Engagement gegenüber Inklusion und Gemeinschaft in Zukunft!
 
 
 
PORTRAIT
 
Foto von Ninia La Grande am Mikrophon
 

NINIA LA GRANDE

 
 
Ninia LaGrande schreibt - Kurzgeschichten, Poetry Slam Texte und Kolumnen - über das Leben als Eltern, als Mutter und dem Mittendrin. Wie es ist, mit 140 Zentimetern geballter Lebensgröße einfach ganz „normal“ zu sein (Spoiler: Klappt nicht!) setzt sie sich in ihren Kurzgeschichten auseinander (Aktuelle Titel: 2015 „und ganz, ganz viel Doofe!“, 2019 „Von mir hat es das nicht"). Ninia LaGrande bespielt seit Jahren viele Bühnen im Bereich Poetry Slam und alle im Internet, die sie finden kann. Und zwischendurch sitzt sie in der Straßenbahn, twittert und denkt sich Geschichten über all die Menschen aus, die neben, vor oder hinter ihr sitzen. Ninia moderiert – vor der Kamera und auf Bühnen verschiedenste Formate, Diskussionen und Veranstaltungen mit den Schwerpunkten Inklusion, Feminismus, Politik und Mode. Außerdem produziert sie regelmäßig Podcasts, u.a. für audible.de („Die Kolumnisten“) und – gemeinsam mit der Schauspielerin und Sängerin Denise M'Baye – "Die kleine schwarze Chaospraxis". Sie schreibt Kolumnen und Texte für diverse Zeitungen, Magazine und Online-Portale – u.a. für das Redaktionsnetzwerk Deutschland, Missy Magazin, leidmedien.de, taz.
 
Sie ist Geschäftsführerin des Büros für Popkultur GmbH & Co. KG in Hannover. Hier entwickelt sie nachhaltige Kulturkonzepte und organisierte 2017 die deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften. 
 
Als Moderatorin und Künstlerin ist sie über ihre Website buchbar.
 
 
 
ONLINE-TIPPS
 
Bühnenaufnahme aus der Produktion 10 Meter in den wilden Westen
 
 
PRODUKTIONSGESPRÄCH MIT DENNIS SEIDEL
 
 
 
 
Die Produktion „10 Meter in den wilden Westen“ mit dem Hamburger Regisseur Dennis Seidel vom Ensemble Meine Damen und Herren sollte am 01. April beim Hauptsache Frei Festival auf Kampnagel gezeigt werden. Stattdessen gibt es ein ein einstündiges Produktionsgespräch auf YouTube mit Bühnenszenen und Beiträgen der an der Stückentwicklung Beteiligten.
 
 
     
Das Bild zeigt einen weißen, von Bärbel Lange mit einer schwarzen Strichzeichnung bemalten Vorhang.
 
 
THIKWA TROTZ(T) ZUHAUSE
 
 
 
 
Trotzdem: Das Theater geht weiter! Das Theater Thikwa öffnet das Archiv und lädt zum COUCH-THEATER ein. In einem Videokanal werden legendäre, wegweisende, erfolgreiche Produktionen aus 28
Thikwa-Jahren präsentiert.
Auf der Facebook-Seite kann man individuelle Home-Dance-Interpretationen bewundern.
 
 
     
Portrait von Kassandra Wedel
 
 
 
BODYBEAT BEETHOVEN
Mit 31 Jahren – noch bevor Beethoven seine größten Meisterwerke schrieb – war er fast vollständig gehörlos. 
 
 
 
Inspiriert von diesem großen Künstler entwickelt Kassandra Wedel, selbst gehörlos und Choreographin, Schauspielerin und Tänzerin, ihre Bewegungskompositionen. Auf Instagram kann man ihr folgen und mehr über ihre Arbeit in ihrem Youtube Kanal sehen.
 
 
     
Ohrenkuss AutorInnen im Gespräch im Videochat
 
 
 
DIE TAGE ZÄHLEN…..
Das Ohrenkuss Magazin bringt aktuell jeden Tag eine Meldung des Tages heraus.
Korespondenti/innen aus ganz Deutschland schreiben ihre Nachrichten in einem Blog. Überraschungsgäste dürfen nicht fehlen: In Folge 26 überrascht Eberhard das Hängebauch-Schwein und regt die Autor/innen zu philosophischen Diskursen an. Scheint auf jeden Fall richtig Spaß zu machen!
 
 
 
 
 
     
gemalte Bilder an einer Leine aufgehangen
 
 
KUNST MAL ONLINE SHOPPEN
 
 
 
 
Galerien und Ausstellungshäuser bleiben zu, aber einige davon zeigen die ausgestellten Arbeiten im Internet. Und nicht nur das: Viele Arbeiten sind käuflich zu erwerben und helfen hier vielleicht dem ein oder anderen Künstler über die Corona-Zeit:
Galerie ART CRU Berlin „WASSERTAUFE“
Galerie der Schlumper Jörg Höling
Atelier Freistil Drucke und Originale
Insider ART Online Galerie
 
Bild: Jörg Höling 2009 O.T. 
 
 
     
Künstler von barner16 im OnlineChat
 
 
 
 
 
QUARANTÄNE BLUES 
Das inklusive Netzwerk Barner16 präsentiert auf Youtube ihren Song “Bitte bleib gesund” und textet Zeilen, die auch „nach Corona“ gültig sein sollten: „Zusammenhalt ist das Motto und gemeinsam sind wir stark. In dieser Zeit ist keiner allein, wir schließen uns einfach online zusammen und tauschen uns aus.“
Mit barner16@home präsentieren die Künstler/innen jeden Mittwoch eine Folge kleiner Videos auf Instagram  Zum Beispiel zu dem Thema: "Was ist heute meine Alltagsaufgabe?" Die Künstler/innen wünschen viel Spass beim Zuschauen. 
 
 
     
Logo des festivals Sommerblut: Ein Kreis in pink mit weißer Schrift. Der Begriff "Sommerblut" ist schräg von unten angeschnitten.
 
 
 
VIRTUELLES SOMMERBLUT
Das Sommerblut Kulturfestival aus Köln findet dieses Jahr trotz Coronavirus statt – in Form von Audiowalks oder Filmproduktionen. Ob die Festivalmacher/innen wohl einen siebten Sinn hatten, als sie zum Schwerpunkt des multipolaren Festivals das Thema „Zukunft“ ausschrieben? 
 
 
08.05. - 24.05.2020
 
 
 
 
DIVERSES
 
 
 
BERLIN
 
RESIDENZ FÜR HÖRBEHINDETE TÄNZER/INNEN
Das Projekt MAKING A DIFFERENCE – Tanzpakt Stadt-Land-Bund bietet eine
Arbeitsresidenz für taube und hörbeeinträchtigte Tanzschaffende und Tanzinteressierte aus und in Berlin an. Ein/e ausgewählte Künstler/in erhält für einen Monat Honorar und Probenraum.
Bewerbungsschluß ist der 17.05.2020
 
 
     
Tagung Inklusion im Fernsehen – Neue Perspektiven auf Behinderung in Köln
Foto: Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de
 
 
 
 
RAMP-UP.me 
 
Für die Zeit nach Corona können sich Veranstaltungshäuser und Akteure nun kompakt und übersichtlich zum Thema „Barrierefreie Veranstaltungsplanung“ auf der Projektseite Ramp-Up.me informieren. Auf der von den Berliner Sozialheleden herausgegebenen Seite geht es um die Themenbereiche Veranstaltungsort, Programm und barrierearme Kommunikation. 
Foto: Andi Weiland Gesellschaftsbilder.de
 
 
     
Portrait von Wolfgang Bielaczek
 
 
FRANKFURT
 
WOLFGANG BIELACZEK IST GESTORBEN
 
Der Künstler Wolfgang Bielaczek ist am 19. März 2020 gestorben. Er war ein großartiger Zeichner und Maler. Seine Motive waren Menschen, Tiere, oft Engel, Heilige oder die Muttergottes und Narren und Teufel. Seine Figuren, wüste Spaßmacher, mittelalterliche Gaukler, Zauberer und Prinzessinnen. Das Atelier Goldstein trauert um Wolfgang Bielaczek und dankt für die gemeinsame Zeit.
 
 
     
EUCREA Logo und Logo der Freien und Hansestadt Hamburg
     
 
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