EUCREA NEWS 5_2020
 
     
 
EUCREA
 
Zwei Künstlerinnen sitzen im Sprengel Museum Hannover vor zwei Gemälden und zeichnen.
 

NEUES VON CONNECT

 
 
Während für die meisten von uns der halbwegs normale Alltag wieder beginnt, ist für viele Menschen mit Behinderung der Weg nach draußen und zu ihrer Arbeit immer noch weitestgehend versperrt. Dies gilt auch für die meisten Künstlerinnen und Künstler mit Behinderung. Im Projekt CONNECT _ Kunst im Prozess, das sich in Hamburg, Sachsen und Niedersachsen Kooperationen zwischen Kulturinstitutionen und Künstlergruppen mit Behinderung widmet, versucht EUCREA auf allen Ebenen trotzdem weiterzumachen.
 
Aufgrund der Corona-Pandemie können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Offenen Kunstwerkstatt (OKW) | Lebenshilfe Leipzig e.V. (OKW) nicht wie gewohnt in der Werkstatt des Lebenshilfe e.V. oder in den Räumen der HALLE 14 begegnen. Das gemeinsame künstlerische Arbeiten wird von allen vermisst, der Kontakt untereinander aber aufrecht erhalten. Jeder Künstler hat inzwischen einen Ordner erhalten, in dem die gemeinsame Arbeit in Fotos und Texten dokumentiert wurde und der als Inspiration für neue Werke gedacht ist. Der Ordner bildet den Anfang eines Archivs, das die Basis für die Entwicklung einer Publikation darstellen soll, die zum CONNECT-Summit von EUCREA im September 2020 präsentiert werden wird.
 
In der Kooperation zwischen dem Jungen SchauspielHaus Hamburg und der Tanzcompanie „here we are“ der Elbe-Werkstätten arbeiten alle – zusammen mit der Choreografin Gloria Höckner, der Leiterin des Ensembles Anke Böttcher und dem Jungen SchauSpielHaus – an einer neuen Produktion. Die Tänzerinnen und Tänzer haben inzwischen zahlreiche eigene Videos produziert, die die Grundlage für eine gemeinsame Weiterarbeit ab Ende August bilden soll.
 
Die Künstlerinnen und Künstler des Atelier Geyso in Braunschweig arbeiten mittels eines postalischen Austausches in Tandems mit Studierenden der Hochschule für 
bildende Künste Braunschweig und beziehen sich bei der künstlerischen Arbeit auf die aktuelle Ausstellung im Kunstverein Braunschweig
 
 
 
 
     
 
BÜHNE
 
Anja Scheffler-Rehse
Gugglhupf
2018
Mixmedia
27432
Preis auf Anfrage
 

DIE WIRKLICHKEIT NICHT IN 

RUHE LASSEN

 
 
Die Münchner Kammerspiele haben ab der nächsten Spielzeit eine neue Intendantin: Barbara Mundel. Die künstlerische Leiterin macht sich u.a. mit dem Thema „Behindert werden - Zusammenarbeit mit Künstler*innen mit besonderen kognitiven und körperlichen Voraussetzungen“ auf den Weg. Nicht nur Besucher*innen mit Behinderung stehen im Fokus, sondern auch Voraussetzungen und Strukturen, wie Künstler*innen mit Behinderung ihre Ideen realisieren können. Dazu gehören neben Gastspielen, Kooperationen mit der nationalen und internationalen Szene auch Workshops und der Wissensaustausch zwischen den beteiligten Gruppen. Eigene Regiearbeiten von Schauspieler*innen mit Behinderung stehen ebenso im Fokus wie die Beschäftigung von Autor*innen mit einer geistigen Beeinträchtigung. Überdies werden vier Schauspieler*innen mit Behinderung dem festen Ensemble angehören. 
 
 
Dennis Fell-Hernandez, Frangiskos Kakoulakis, Fabian Moraw und Luisa Wöllisch
(die neuen Ensemble Mitglieder ab der nächsten Spielzeit kommen von der Freien Bühne München, 
die eine langfristige Kooperation mit den Münchner Kammerspiele eingeht)
 
Mehr Infos
 
 
     
 
 
 
 
KÖLN_ONLINE
WERKSTATTGESPRÄCH
„BÜHNE NEU DENKEN"
 
Die Un-Label Performing Arts Company hatte ursprünglich drei internationale Deutschlandpremieren für das Sommerblut-Festival in Köln vorbereitet, die Barrierefreiheit und Bühne neu denken und praktizieren. 
Re:construction, The Little Prince und Gravity (and other attractions) sind das Ergebnis des 2,5 Jahre andauernden Projekts ImPArt. Ein Werkstattgespräch bietet nun filmische Einblicke in die Produktionen, den kreativen Prozess und Statements der beteiligten Künstler.    
 
 
 
     
 
 
BERLIN_ONLINE
BÜHNE IN ZEITEN VON 
CORONA: DAS THEATER 
THIKWA IN BERLIN
Im Corona-Modus bereiten sich nicht nur die großen Theater auf eine Saison unter neuen Hygienebedingungen vor. Auch kleinere Spielstätten wie das Berliner Theater Thikwa müssen sich der Herausforderung stellen. Wie sie das tun, hat Kulturreporterin Ute Büsing herausgefunden und kann auf rbb Info Radio nachgehört werden:
 
 
 
 
     
 
AUSSTELLUNGEN
 
 
 
 
 
ONLINE
TOUCHDOWN 21 IN DER UKRAINE
 
Das Forschungs-Projekt TOUCHDOWN 21 arbeitet mit dem Goethe-Institut Ukraine zusammen. Gemeinsam haben sie mehr über das Leben von Menschen mit Down-Syndrom aus der Ukraine herausgefunden. Wie sie sagen: Ein Abenteuer! Sie haben 30 Menschen befragt und Themen für eine Ausstellung gesammelt. Diese fand begleitend mit dem Titel „WAS WICHTIG IST“ statt. In diesem Video kann man einen kurzen Rundgang durch die Ausstellung sehen:   
 
 
 
     
 
 
BERLIN
NARRATIVES SCHWEIGEN
 
 
 
Die Galerie im Saalbau in Berlin zeigt eine Ausstellung, in der sich Künst-
ler*innen vielen Formen und Bedeutungen des Schweigens – anhaltend und vorübergehend, selbst erwählt und auferlegt, passiv und aktiv – widmen. Im Vordergrund dersArbeiten stehen Innensichten, 
die eigene Interpretationen hervorrufen.
 
bis 02.08.2020
 
 
     
 
 
MÜNCHEN
EUWARD OPEN CALL
 
 
 
 
Die Ausschreibung zur Teilnahme am 
achten Europäischen Kunstpreis der 
Augustinum Stiftung München ist verlängert worden. Der EUWARD wird seit 2000 verliehen, um dem aktuellen Schaffen von Künstler*innen mit geistiger Behinderung ein professionelles Forum zu bieten. Eine Jury wählt aus den europaweiten Einsendungen drei Preisträger*innen und 
präsentiert sie im Haus der Kunst in 
München. Die Preisverleihung 
findet im April 2021 statt.
 
bis 22.07.2020
 
 
     
 
 
HEIDELBERG
MEHRFACHER MILLIONENWERT
 
 
 
 
Die Sammlung Prinzhorn in Heidelberg öffnet wieder. Nach Voranmeldung kann die neue Sonderausstellung „Ein 
mehrfacher Millionenwerth – Fragile Schätze der Sammlung Prinzhorn“ 
besichtigt werden. Die Ausstellung ist 
zugleich der Auftakt zu der Anfang Juni öffnenden ersten Dauerausstellung des Museums: Die Sammlung Prinzhorn – Von „Irrenkunst“ zur Outsider Art.
 
27.05. - 31.10.2020
 
 
 
     
Logo des Atelier Booth 17 in roter Schrift
 
 
BERLIN
 
 
 
NEUES ATELIER ERÖFFNET
 
 
 
 
 
 
 
Die Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH hat das künstlerische ATELIER BOOTH 17 unter der Leitung von Peter Heidenwag 
in Berlin-Lichterfelde eröffnet, das dort 
einem inklusiven Wohnprojekt mit 
Studierenden angeschlossen ist. 
Das Angebot richtet sich an Personen und Künstler*innen, denen es an Mitteln, Räumlichkeiten oder sonstigen Möglichkeiten zur Ausübung und Entwicklung der eigenen Kreativität und künstlerischen Tätigkeit fehlt. Hierzu werden ab sofort Künstler*innen auch mit kognitiven Einschränkungen für noch freie Atelierplätze und zur längeren Zusammenarbeit gesucht. 
 
 
 
     
Die Zeichnung von Kathinka Kaselinke zeigt einen schwarzen Raaben mit wolfsähnlichem Gesicht
 
 
BERLIN
 
 
 
KREATIVE WASSERSCHÄDEN
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Galeri ARTcru zeigt Werke der 
beiden Online-Ausstellungen WASSERTAUFE I+II nun auch wieder vor Ort.
Bei den meisten Arbeiten handelt es sich um durch Wasserschaden beschädigte Werke, die zu stark reduzierten Preisen angeboten werden. 
 
ab 09.06.2020
 
 
 
 
 
 
 
     
 
HAMBURG
 
     
 
 
 
 
 
SCHLUMPER IN BERLIN
 
 
 
 
 
 
 
Einige Künstler der Ateliergemeinschaft Die Schlumper zeigen eine Auswahl ihrer Arbeiten in der Gallery Good in Berlin. 
Die Galerie möchte in Zeiten zunehmender Konkurrenz und Anonymität im 
Kunsthandel einen Kontrast setzen. 
An der Ausstellung sind die Hamburger Künstler und Künstlerinnen Magid Ajjane, Ulla Diedrichsen, Michael Gerdsmann, Friederike Körner, Bernhard Krebs, Benjamin Langner, Afsaneh Lempio, Thorsten Raab und Horst Wäßle beteiligt.
 
bis 24.06.2020
LINK SCHLUMPER
 
 
     
Die Fahne "Hamburg wird Inklusiv" wird auf dem balkon des Hamburger Rathauses hochgehalten.
 
 
 
 
 
ZEIT FÜR INKLUSION
 
 
 
 
 
 
 
 
Hamburg nimmt sich Zeit für Inklusion in Zeiten der Pandemie. Die Senatskoordinatorin Ingrid Körner und das Inklusionsbüro engagieren sich für ein gleichberechtigtes Miteinander aller Menschen. 
Es werden Angebote gesucht, die trotz der Kontaktbeschränkungen stattfinden können. Die Zeit für Inklusion beginnt am 28.09. und endet am 02.12.2020.
 
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Einsendungen bis 22.06.2020
Info: Ursula Wermke 040/42863 - 5723 
 
 
 
 
     
EUCREA Logo und Logo der Freien und Hansestadt Hamburg
     
 
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