EUCREA NEWS 7_2020
 
     
 
EUCREA
 
Das Bild zeigt eine Gruppe vor einem Kunstwerk im Sprengel Museum, eine Person trägt einen Augenmaske sowie einen Blindenstock, die anderen Personen erklären das Kunstwerk verbal.
 

SIND WIR SOWEIT?

INKLUSIVE KOOPERATIONEN IM KULTURBETRIEB
SUMMIT IM SPRENGEL MUSEUM HANNOVER 25./26.09.2020
 
 
Über 80 Mitwirkende in Sachsen, Niedersachsen und Hamburg konnte EUCREA gewinnen, sich an dem Programm CONNECT – Kunst im Prozess zu beteiligen und langfristige Kooperationen in den beteiligten Bundesländern einzugehen. Auf dem Projekt-Summit im Sprengel Museum Hannover werden die beteiligten Akteure nun die Gelegenheit bekommen, über ihre Arbeit zu berichten. EUCREA macht die Veranstaltung „coronasicher“ und versucht, die Idee des Kennelernens unter eingeschränkten Möglichkeiten trotzdem zu realisieren. Dazu musste das Programm an der ein oder anderen Stelle angepasst werden. Wir freuen uns, dass die Veranstaltung trotzdem stattfinden kann. 
 
Das Team des Atelier Wilderers – auch an CONNECT beteiligt – präsentiert sich nun wieder in der Praxis: Am 01.09.2020 findet im Sprengel Museum das erste „Mittagsgespräch" mit dem Team statt, über das auch auf dem Summit berichtet werden wird.
 
 
 
 
 
     
 
KÜNSTLERPORTRAIT
 
Das Bild zeigt auf dem historischen Gemälde ein Frauenportrait, die einen Arm ohne Hand hochhält. Das Werk stammt von der Künstlerin Katrin Bittl
 

KATRIN BITTL

 
 
 Katrin Bittl studiert seit 2017 an der Akademie der Bildenden Künste in München und arbeitet an Zeichnungen, Malereien, Animationen und Videos. Die Aufdeckung von Realitäten und deren Sichtbarmachung durch Kunst steht in ihren Werken im Vordergrund. Mit ihrer Arbeit „Übermalungen“, zuletzt ausgestellt im International Munich Art Lab 2020, verwandelt sie altmeisterliche Werke und zeigt ihre „wahre“ Gestalt. Sie fügt perfekten Bildern und den gezeigten idealisierten Körpern offensichtliche Beeinträchtigungen hinzu. So schafft sie Bilder einer Realtität, die über Jahrhunderte unterrepräsentiert wurden. Ihren eigenen Körper nutzt sie als Reflektionsgrundlage, in ihren Selbstportraits aus Fineliner, Aquarell und Tintendruck, setzt sie sich in Bewegung und imaginiert sich selbst in unterschiedlichen Situationen. Ihr Studium der Sozialen Arbeit für ein Kunststudium abzubrechen war eine Entscheidung, die sie nicht bereut, wie sie in einem
Interview in der Süddeutschen Zeitung berichtet. 
 
Katrin Bittl ist Gast auf dem Summit im Sprengel Museum Hannover am 25.09.2020.
 
 
 
 
 
AUS DEM NETZ GEFISCHT
 
Videoausschnitt, eine Kollage aus einer Person mit weißem Umhang und gemalten Gegenständen wie z.B. ein grüner Teppich
 
 
 
ESTHER TANZT RÜHMKOPF
 
 
Im Rahmen des Programms CONNECT – Kunst im Prozes (s.o.) haben die Künstler*innen des Atelier Freistil in Hamburg auch während des Lock-down zu der Ausstellung über den Lyriker und Musiker Peter Rühmkorf im Altonaer Museum gearbeitet. Besonders sehenswert: Die animierten Comic-Collagen von Manuel Llobera. Alle Videos sind auf dem neuen Youtube - Kanal des Atelier Freistil zu finden.
 
 
 
 
     
Bild einer Zeichnung im Mind-Map-Stil, die verschiedene Aspekte zum Thema Arts and Disability zeigt
 
 
 
EUROPÄISCH GEDACHT
 
 
Der Bericht „Künstler mit Behinderung im Mainstream: Eine neue Kulturagenda für Europa“ ist beim ersten European Arts and Disability Cluster Treffen am 30. November 2019 in Den Haag entstanden.
Zusammen mit Organisationen aus 18 Ländern setzt sich der Bericht dafür ein, das Bewusstsein für die Barrieren im Kulturbereich zu schärfen. 
 
 
 
 
     
Die Tänzer Oskar Spatz und Corinna Mindt als "Bonny and Clyde"
 
 
 
TANZ – GÄNSEHAUT UND VERBINDUNG
 
 
Im Youtube Video von Maria Wokurka mit Oskar Spatz und Corinna Mindt von tanzbar_bremen erzählen beide von ihrer gemeinsamen Arbeit. Es geht um Technik, Formen der Zusammenarbeit aber insbesondere auch um den Moment, der sie beim Tanzen berührt und dem Gefühl auf der Bühne zu stehen. Zu sehen sind Ausschnitte aus ihrem Duett „Bonnie&Clyde“. Mehr von tanzbar_bremen gibt es dieses Jahr beim Festival „eigenartig“ 2020 in Bremen zu sehen. 
 
21.-27.09.2020 FESTVALLINK
 
 
     
Portrait von Jana Zöll, Junge blonde Frau
 
 
 
MANIFEST FÜR INKLUSIVE KUNST 
 
 
Jana Zöll räumt in ihrem Manifest für Inklusive Kunst mit weitverbreiteten Missverständnissen auf. Und macht klar wo vor und hinter der Bühne Barrierrefreiheit anfängt und aufhört. „Nehmt eure Künstler*innen als solche ernst und nicht als Behinderte, Migrant*innen oder sonst irgendetwas“ , sagt sie. Jana Zöll ist eingeladen zum Symposium auf dem Grenzenlos Kultur Festival Mainz und ist als Performerin u.a. im Oktober im Jungen Nationaltheater Mannheim zu sehen. Ein Blick auf ihre Homepage lohnt sich.
 
 
 
 
     
großer Ausstellungsraum mit Besucher*innen, auf dem Boden liegt eine ca 10x10m große selbstgemalte Landkarte an der ein Künstler weiterarbeitet
 
 
 
DIE NOMINIERTEN STEHEN FEST
341 Bewerbungen sind für den euward8 eingegangen, daraus hat das Kuratorium 16 Künstler*innen aus ganz Europa nun nominiert. Seit 2000 verleiht die Augustinum Stiftung alle drei Jahre an drei Preisträger*innen den internationalen Kunstpreis. 
 
 
29.04.2021 Preisverleihung
ab 30.04.2021 Ausstellung
 
LINK ZU DEN NOMMINIERTEN
 
 
     
 
AUSSTELLUNGEN
 
Ausschnitt aus dem Gelände "Odonien" bei Nacht. Reste einer indistriell genutzten Fläche.
 
 
KÖLN
 
ROBOLAB – EIN NEUER INKLUSIVER KULTURORT FÜR KÖLN
 
 
Mit Odonien möchte der Künstler Odo Rumpf eine einzigartige Verbindung aus Freiluftatelier, Werkstatt, Veranstaltungsort und Kulturzentrum schaffen. Kulturschaffende, Künstler und sozial Engagierte haben hier die Möglichkeit, ihre Ideen auszuarbeiten und mit anderen Kreativ-Denkern in Austausch zu treten. Ein neuer Kunstort bereichert Odonien: Das RoboLAB, ein besonderer Ort für inklusive Kunst-und Kulturprojekte, der mit der mixed-abled Ausstellung „Circolaris“ eröffnet wird. Die Ausstellung hat ihren Platz in der von Odo Rumpf geschaffenen und barrierefrei begehbaren Skulptur. Zu sehen und zu hören sind Fotografien, Videos, Objekte, Klang und Lichtkunst.
 
 
 
 
     
Ankündigungsplakat mit einem werk von Paulvet, das ein schwarweißes Schachbrettmuster zeigt
 
 
MÜNCHEN_AUSSTELLUNG
 
ROOTS OF ABSTRACT
Die Ausstellung in der Rathausgalerie Kunsthalle in München rückt mit über 90 Werken internationaler Künstler*innen mit Behinderung abstrakte Werke in den Mittelpunkt ihrer Schau. Damit unternimmt die Ausstellung den Versuch, die Bedeutung des abstrakten künstlerischen Ausdrucks aus dem Blickwinkel von Rand- oder Nischenkunst zu erzählen und aus ihrer Perspektive neu zu beleuchten.
 
02.10. bis 21.11.2020
 
 
     
ein Foto von einem großen Setzkasten/Regal, mit vielen rechteckigen Fächern, die gefüllt sind mit angeordneten, sehr bunten und unterschiedlichsten Gegenständen wie Puppen, eine Uhr, Kinderspielzeug...
 
 
FRANKFURT_AUSSTELLUNG
 
NEUER BLICK AUFS ALLTÄGLICHE
 
Karsten Bott versammelt in seiner Ausstellung „Sonderdinge“ in der Goldstein Galerie in Frankfurt Gegenstände, die alltäglich sind und doch besonders. Sie sind Träger von Erinnerungen, durch ihre Zusammenstellung werden sie zu Erzählern von Geschichten. Archiviert, kategorisiert, und wieder neu zusammengestellt, entstehen immer neue Anekdoten.  Bott wird jeweils Mittwoch und Samstag vor Ort sein und über die Dinge sprechen.
 
 
 
     
hochformatiges Werk mit unleserlicher Handschrift, im oberen Bereich blau und im Unteren orange übermalt.
 
 
MÜNSTER_AUSSTELLUNG
 
ICH SEHE WAS WAS DU NICHT SIEHST
 
Was ist sichtbar und was nehmen wir wahr? Die neue Ausstellung „Wo bin ich?“ des Kunsthaus Kannen in Münster zeigt Illustrationen und Zeichnungen von Künstler*innen aus dem Kunsthaus Kannen sowie amerikanischen Gästen aus dem Atelier Creativity Explorer und Atelier Creative Growth Art Center, beide in Kalifornien. Durch die Verwendung von Wörtern als ästhetisches Bildelement und Erzählungsmittel begreifen die Künstler sich selbst in ihrer Arbeit und stellen eine Beziehung zwischen Ort, Zeit und Mensch her.
 
05.07. - 04.10.2020
 
 
 
     
 
HAMBURG
 
Abstrakte Zeichnung auf grauem Papier, mit bunt ausgemalten Flächen, eine Figur ist zu erahnen.
 
 
DIE SCHLUMPER
 
WOW! 40!
 
 
Kaum jemand hatte vor 40 Jahren gedacht, dass Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen die Chance 
haben, Künstler*in zu werden. Der Künstler und Intitiator der Schlumper, Rolf Laute, arbeitete 1980 nach einem Wandbildprojekt in Hamburg Alsterdorf allein mit einigen damals beiteiligten Künstler*innen weiter. Aus dieser Gruppe entstanden die Schlumper – heute eine feste Institution in der Hamburger Schanze mit Galerie und einem Atelier, aus dem viele bedeutende Künstler*innen hervorgegangen sind.
 
16.08.-15.11.2020
 
 
 
     
 Abstrakte Malerei mit nicht lesbarer Schreibschrift auf knalligem Gelb und Pink
 
 
ATELIER FREISTIL
 
WIEDER ERWACHT!
 
 
Nun startet auch das Atelier Freistil wieder mit reduzierter Besetzung in den Sommer. Freut euch zum Beispiel auf den Workshop „Malrausch" oder einen Druck-Workshop in Kooperation mit der Volkshochschule Hamburg. Und im Rahmen von „Zeit für Inklusion“ in Hamburg präsentiert das Atelier erstmals seit dem Lockdown wieder eine inklusive Gruppenausstellung: „Feiner Sirup“ in Nissis Kunstkantine.
 
  
29.09.-28.10.2020
 
 
 
     
Der Schatten einer tanzenden Person hinter einer beleuchteten Leinwand
 
 
KLABAUTER THEATER
 
JETZT WIRKLICH ALLE KRANK?
 
 
Obwohl die Idee zum Stück bereits im vergangenen Jahr entstand, veränderte die gemeinsame Erfahrung der Corona-Pandemie die Produktion von Grund auf.
Das Team tauschte sich während des Lock-downs über Skype und Telefon aus und verarbeitete seine Eindrücke und Ängste. Inszeniert wurden 12 Miniaturen zu ganz verschiedenen Aspekten des Themas. 
 
 
10.-12.09.2020
 
 
 
     
Flyer zum Stück „There´s something wrong with you“ zu sehen ist eine Frau mit einer tätowierten Glatze, ein altes Paar und ein Ganove der sich an der Elbphilharmonie festhält.
 
 
MINOTAURUS KOMPANIE
 
WAS ZUM TAUFEL STIMMT NICHT MIT EUCH?
 
 
Die Minotaurus Kompanie zeigt noch 
einmal ihr Musiktheaterspektakel „There´s something wrong with me, you, us – Inklusion für Anfänger und Fortgeschrittene“. In Szenen mit Evergreens, Chansons und Liedern von Kreisler bis zu Bublé stehen Politiker, Manager, Smartphone-Zombies, Hamburg-Touristen, Tangotänzer, Staatsdiener, Demonstranten und und und... im Fokus. 
 
11.09.2020
 
 
 
 
     
EUCREA Logo und Logo der Freien und Hansestadt Hamburg
     
 
Dieser Newsletter wurde Ihnen gesendet, weil Sie sich über unser Anmeldesystem auf www.eucrea.de eingetragen haben.