Frauenfigur, die sich von Fesseln befreit. Gesicht nicht erkennbar, da sie sich die Fesseln über den Kopf zieht


    Nein heißt Nein. Punkt. Was aber, wenn diese Selbstverständlichkeit sich auflöst? In Deutschland wird jede vierte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von physischer oder sexualisierter Gewalt durch ihren Partner. Mädchen und Frauen mit Behinderung erleben zwei bis dreimal häufiger Gewalt als der Bevölkerungsdurchschnitt. Die spanische Choreografin Sara Lu thematisiert gemeinsam mit dem Ensemble das Phänomen der häuslichen Gewalt gegen Frauen. Dazu werden die patriarchalen Strukturen, die tief in der Gesellschaft und unserem kollektiven Bewusstsein verwurzelt sind, untersucht und mit den Mitteln des Tanztheaters sichtbar gemacht. Die fehlende Differenzierung in der spanischen Sprache zwischen Ehefrau und Frau – „Mujer“ bedeutet beides – zeigt einmal mehr die Abhängigkeit der Frau in unseren Gesellschaften. Der Körper, der das Ziel der Gewalt und der Unterwerfung ist, wird mit den unterschiedlichsten Choreografien den Kampf gegen patriarchale Strukturen, Abhängigkeit und Gewalt aufnehmen. Gewalt, die weltweit durch Männer ausgeübt, reproduziert und immer noch viel zu häufig geduldet wird.

    Choreografie: Sara Lu

    Mit: Grit Burmeister, Eva Fuchs, Hieu Pham
    Gäste: Sabina Moe , Roberta Pupotto
    Tanztraining Flamenco : Ari la Chispa
    Live-Musik : Nikolaos Tsiachris
    Bühne : Jacob Höhne
    Kostüme: Beatrix Brandler
    Musik: Nikolaos Tsiachris
    Licht : Andrei Albu
    Dramaturgie : Jacob Höhne
    Technische Leitung : Marco Casiglieri
    Regieassistenz : Michael Greißelbrecht
    Regiehospitanz: Patrycja Maslowska

    Freitag, 13. Mai 2022, 19:30 Uhr

    Hier weiterlesen!